Neu in unserer Galerie in der Carmerstr. 11 sind Fotos von Friedel Kantaut.

Blick auf den Alex

Nach einer Ausbildung an der Hildesheimer Schule für Gestaltung arbeitete Friedel Kantaut (geb. 1954 in Osnabrück) als Werbe- und Theaterfotograf, bevor er sich der Freien Kunst zuwandte. Als Dichter, Musiker und Fotograf, oft in Kooperation mit anderen Künstler/-innen, fand Friedel Kantauts künstlerisches Schaffen Beachtung hiesiger und internationaler Institutionen wie z. B. dem European Media Art Festival, der Arte Regionale, dem Kunstmuseum Celle oder der Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück. Über 60 Einzel- und Gruppenausstellungen sowie die Teilnahme an unterschiedlichsten künstlerischen Projekten lassen auf ein vielfältiges und mehrfach ausgezeichnetes künstlerisches Portfolio blicken. Bilder von Friedel Kantaut befinden sich sowohl in öffentlichem als auch in Privatbesitz. Friedel Kantaut lebt und arbeitet seit 18 Jahren in seiner Wahlheimat Berlin.

Schwann Sommergarten

Friedel Kantaut über seine Bilder:

"Ich arbeite oft mit Sprache. Manchmal stoße ich an ihre Grenzen. Wenn ich mich in Bildern ausdrücke, benutze ich andere Vokabeln. Ich denke in Fotografie, Zeichnung, Malerei, analoger und digitaler Grafik und gehe oft bis an die technischen Grenzen einer Ausdrucksmöglichkeit.
Statt zum Beispiel die perfekte Oberfläche der digitalen Fotografie zu nutzen, bearbeite ich Bilder, bis sie anfangen zu rauschen und sich kurz vor ihrer Auflösung befinden.

Inhaltlich benutze ich Elemente meines Alltags, und unter anderem die des Kinos, der Werbung und des Comicstrips. Ich baue mir daraus eine Parallelwelt, mit der ich die Wirklichkeit, auf die wir uns geeinigt haben, kommentiere.
Ich arbeite illustrativ und stelle meine Bilder in konzeptionelle Zusammenhänge, indem ich die Mittel der Verfremdung und der Bilderserie benutze. Dem Betrachter biete ich meine Möglichkeiten an und stelle ihm frei, mit den Bildern einen eigenen Weg zu gehen.

Weil ich nicht glaube, dass wir unsere Welt in ihrer Komplexität noch begreifen und vollständig beschreiben können, beziehe ich mich auf mein unmittelbar erfahrbares Umfeld, das ein Spiegel der Außenwelt ist. Die Widersprüche im privat Erlebten sind die Modelleisenbahn der globalen Widersprüche". 

Tempelhof  Alex 01